Graph eines Finanzproduktes: Wie können sich Anleger vor Betrug schützen?
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1 Mrd. Euro Betrugsvolumen bei Finanzskandalen – was tun?

Verfasst am 02.Jun.2016 von Dr. Uwe Loydl

Die Binsenweisheiten „man geht aus dem Rathaus klüger heraus als hinein“ oder „nachher weiß man immer alles besser“ helfen den Anlegern nicht mehr, die aktuell Schäden durch Kapitalanlagebetrug und Inkompetenz der Finanzdienstleister erleiden mussten. Was Sie tun können: Wachsamer werden und professionelle Hilfe beanspruchen.

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Häufung und Dimensionen der aktuellen Kapitalanlagebetrugsprozesse und Insolvenzverfahren sollten Anlass für Anleger sein, bereits vor Anlageaktivitäten sachverständigen Rat und Anlageberatung einzuholen. 

Es gibt eine ganze Reihe von Beispielen, in denen Anleger um ihr Kapital betrogen oder mit diesem leichtfertig umgegangen wurde. Insgesamt beläuft sich der Schaden aus den vergangenen Skandalen wohl auf mehr als eine Milliarde Euro.

Beispiele für Finanzskandale aus der jüngeren Vergangenheit

  • 41.000 Anleger wurden in den letzten vier Jahren um 1 Milliarde Euro durch den Finanzdienstleister Infinus AG (verbunden mit Future Business KG und zahlreichen anderen Fondsgesellschaften) betrogen.
    Genussrechte und Orderschuldverschreibungen wurden durch unseriöse und betrügerische Machenschaften (auf dem „grauen Kapitalmarkt“) vertrieben. Ein Schneeballsystem in Kombination mit einem unübersichtlichen Firmengeflecht täusche die Anleger.
  • Ebenfalls am grauen Kapitalmarkt und auch mit einem Schneeballsystem war die S&K-Finanzgruppe tätig.
    Diese verursachte gewerbsmäßig und mit kriminellen Machenschaften bei hunderten von Anlegern einen Betrugsschaden von mindestens 250 Millionen Euro.
  • Sorglos und teilweise auch kriminell war der Umgang mit Anlagegeldern der Wölbern-Invest.
    Diese schädigte 327 Kunden vor allem mit geschlossenen Immobilienfonds um mehr als 147 Millionen Euro. Vorgeblich „mündelsichere“ Anleihen mutierten zu Schrott.
  • Andere Finanzdienstleister schädigen ihre Kunden durch Bilanzmanipulation, Kapitalanlagebetrug, Marktpreismanipulation, Kreditbetrug oder durch Insolvenzverschleppung (wie zuletzt der Windparkentwickler „Windreich“).

Was bedeutet das für Anleger?

Die Liste der Betrugsfälle – auch die mit kleineren Betrugsschadensummen – lässt sich fortsetzen. Für die Geschädigten ist die Chance, ihr Geld wiederzuerlangen, recht gering. Hier bleibt nur eine Klage übrig.

Umso wichtiger ist es, dass sich Anleger – vor allem auch vor größeren Anlagebeträgen – bei einer Kanzlei wie Dr. König und Kollegen in Bayreuth fachkundigen Rat vor einer geplanten Transaktion einholen.

Wir checken sowohl das Anlageprojekt als auch den Finanzdienstanbieter und geben unserem Mandanten (vorläufige) Hinweise bei Auffälligkeiten.

Bild: M.B.M. via unsplash.com
Rechtsanwalt Dr. Uwe Loydl
Dr. Uwe Loydl

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